Mal dein Herz an
Mal dein Herz an
Am Donnerstag, 21. Mai 2026, war Chris Schmitt mit ihrem Programm „Chris’ Songpoeten“ zu Gast im St. Kamillus Kolumbarium. Schon der Titel des Abends versprach große Lieder ganz nah. Was daraus wurde, war ein Konzert, das diesen Anspruch auf besonders schöne Weise einlöste.
Chris sang Lieder von deutschen Musikgrößen wie Udo Lindenberg, Udo Jürgens, Herbert Grönemeyer, Gregor Meyle, Rosenstolz und Wincent Weiss, aber auch von Künstlerinnen und Künstlern, deren Songs vielleicht nicht jeden Tag im Radio laufen und gerade deshalb umso mehr berühren. Den Auftakt machte ein Lied von Katja Werker, das Chris mit einem liebevollen Geburtstagsgruß an die Künstlerin anmoderierte. Schon damit war der Ton für den Abend gesetzt: persönlich, nahbar und voller Gefühl.
Ein besonderer Moment war „Mal dein Herz an“. Das Lied, das Chris kürzlich gemeinsam mit Wolfgang Niedecken und anderen Musikerinnen und Musikern aufgenommen hat, hätte als Überschrift über dem ganzen Abend stehen können. Denn genau das tat dieses Konzert: Es malte Herzen an. Mal leise, mal kraftvoll, mal mit einem Lächeln und manchmal auch mit einer kleinen Träne, die verstohlen weggewischt wurde.
Begleitet wurde Chris von René Pütz an der Gitarre, Thomas Elsenbruch am Piano, Dennis Bowens am Bass und Rüdiger Tiedemann am Schlagzeug. Die Band spielte mit „kleinem Besteck“, wie man unter Musikern sagt, und füllte doch den ganzen Raum. Dabei bekamen viele bekannte Lieder einen völlig neuen Klang. Nichts wirkte nachgespielt, vieles klang vertraut und gleichzeitig überraschend anders.
Gerade diese Mischung machte den Abend so besonders. Fast jedes Lied hatte einen eigenen Moment. Mal stand die Stimme von Chris im Mittelpunkt, mal setzte ein Akkordeon besondere Akzente, mal ein Gitarrenlauf, mal ein Rhythmus, der den bekannten Song plötzlich in ein anderes Licht setzte. So entstand ein Konzert, das nicht laut werden musste, um groß zu sein.
Über 350 Besucherinnen und Besucher kamen ins St. Kamillus Kolumbarium und erlebten einen Abend voller Nähe, Wärme und Begeisterung. Viele sangen innerlich mit, manche leise hörbar. Andere hörten still lächelnd zu. Der Raum, die Musik und die besondere Atmosphäre griffen ineinander und machten deutlich, warum Konzerte an diesem Ort so anders wirken. Auch Chris selbst fand dafür schöne Worte. Sie nannte das St. Kamillus Kolumbarium einen magischen Ort. An diesem Abend konnte man gut verstehen, was sie meinte. Zwischen den vertrauten Melodien, den stillen Momenten und dem besonderen Klang der Grabeskirche entstand eine Atmosphäre, die lange nachwirkt.
Die neue Version von „Mal dein Herz an“ wurde am 03.02.2026 im Kölner Maarwegstudio aufgenommen; beteiligt waren unter anderem Wolfgang Niedecken und Chris Schmitt.
Ein Detail, das Chris an diesem Abend mit dem Publikum teilte: In der Videoaufnahme von „Mal dein Herz an“ spielt Wolfgang Niedecken auf einer ihrer Gitarren. Wer genau hinsieht, entdeckt den Schriftzug „Chris“ auf dem Gitarrenhals.
Das St. Kamillus Kolumbarium dankt Chris Schmitt, René Pütz, Thomas Elsenbruch, Dennis Bowens und Rüdiger Tiedemann für diesen berührenden Konzertabend. Es war ein Abend voller Musik, Gefühl und schöner Momente über den Tod hinaus.






